Redaktionsorchidee des Monats Mai

Cattleya milleri (Syn. Laelia milleri)

Cattleya milleri wurde 1973 von Blumensch. ex Pabst in der ’Breda’ 1 auf Seite 367 beschrieben. 2008 wurde sie von van den Berg in der ’Neodiversity’ 3 auf Seire 9 umgruppiert. Zwischenzeitlich war die Pflanze auch in die Gattungen Hoffmansegella und Sophronitis eingruppiert. Sie ist in Brasilien in der Provinz Minas Gerais endemisch, gilt dort aber aufgrund der Eisenerzgewinnung als vom Aussterben bedroht und wird gelegentlich bereits als ausgestorben bezeichnet. Es ist eine lithophytische Art, die regelmäßig bei Vellozia- Sträucher wächst, manchmal direkt auf Eisenerznähten. Ihre kleinen, etwa 3 cm durchmessenden Blüten sind sehr attraktiv.
Leider erscheint ihre erste Blüte erst an einer älteren Pflanze. Außerdem genötigt C. milleri kühle Nächte als Blühauslöser. Im Sommer sind hohe Tagestemperaturen von 29 30 C am Tag und niedrige Nachttemperaturen bei 10 bis 14 °C wichtig. Die Luftfeuchtigkeit soll hoch sein und die Luftbewegung mäßig bis stark. Anorganisches, kalkfreies Substrat ist ideal, um häufiges Umtopfen zu vermeiden. Die Pflanzen erhalten im Winter wöchentlich, im Sommer täglich, aber wenig Wasser. Die Pflanze ist nur im Sommer fensterbanktauglich und benötigt im Winter einen kühlen Standort. Die als anspruchsvoll geltende Orchidee ist bei Erfüllung ihrer Ansprüche ausdauernd und blühfreudig.

ya milleri (Syn. Laelia milleri)

Unsere aktuelle OrchideenZauber-Ausgabe – MärzApril 2021: